Keine DHL-Post in Gosen-Neu Zittau

von André Organiska

Warten sie in Gosen oder Neu Zittau auf Post? Nach dann lesen sie mal weiter:

2.300 Brandenburger und Berliner Zusteller der Deutschen Post im Ausstand
Seit über zwei Wochen erfolgt durch die Deutsche Post DHL keinerlei Briefzustellung in der Gemeinde Gosen-Neu Zittau. Grund hierfür ist ein seit vier Wochen andauernder unbefristeter Streik der rund 2.300 Postangestellten mit Verdi-Mitgliedsbuch im Bereich Berlin und Brandenburg.
Nur Konkurrenten, wie zum Beispiel PIN AG oder Märkische Post, sorgen für etwas Bewegung in den Briefkästen, jedoch die gelben Zusteller legen die Arbeit nieder. Vereinzelt erfolgt lediglich die Zustellung von Paketen. 

Was liegt das liegt
Das zuständige Verteilungszentrum Rüdersdorf befindet sich derzeit im Chaos. Der Arbeitgeber ist machtlos und sorgt für die Sicherung der liegengebliebenen Sendungen. Parkplätze werden zu Aufstellorten von Containerwechselbrücken in deren Stahlwänden die den Kunden vorenthaltenen Sendungen lagern. Brief- und Warensendungen, Postkarten aus dem Urlaub, aber auch Bescheide von Behörden, Blitzerfotos und Kontoauszüge sowie Sendungen mit verderblichen Inhalten werden die nähere Zukunft dort verbringen. Eine Auswahl nach Dringlichkeit wird nicht durchgeführt. Was liegt bleibt liegen. 

Laut Berichten der BILD-Zeitung erscheinen mittlerweile aufgebrachte Empfänger an der Pforte des Verteilzentrums Rüdersdorf und verlangen die Herausgabe ihres Eigentums. Vergeblich: Das dort noch arbeitende DHL-Personal verweist an die Hotline der Deutschen Post. Dort erfährt man allerdings nichts Neues. Man "sei Machtlos". Es werden aktuell externe Läger zum Aufbewahren der nicht zugestellten Sendungen eingerichtet. Wann diese tatsächlich zugestellt werden ist nicht absehbar. Zu erwarten ist, dass nach Ende der Streikmaßnahmen es viele Monate dauern wird, bis alle Rückstande aufgearbeitet sind. Wer also im Herbst einen Frühlingsgruß oder die endlich letzte Mahnung erhält, kann dessen Folgen selber tragen.

Keine Entschädigung
Dabei ist in der aktuellen Situation kein Ende des Ausstandes in Sicht. Versuche der Post, mittels nicht streikendürfenden Beamten Zustellungen vorzunehmen, sind eingestellt worden. Verdi klagt dagegen. Wer dringend Sendung verschicken möchte, sollte Alternativen wählen. Wer eine dringende Sendung erwartet, hat schlicht und einfach Pech gehabt. Fristen die verstreichen, Termine die verfallen, Informationen die nötig sind - alle Folgen dieses Umstandes gelten als "Höhere Gewalt" und sind nicht entschädigungsfähig.

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