Ruhige Zeit für Gosen-Neu Zittau endgültig vorbei - BER Südbahn inBetrieb

Wer noch glaubt "zwischen Flugrouten" zu liegen, sollte zum Ohrenarzt gehen

von André Organiska

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Im Video ein interessantes Interview mit Christine Dorn. Sie erläutert auf Nachfragen von Mario Hausmann die aktuelle Situation rund um den BER, die Politik und den Schallschutz. 

Fast heimlich, aber dennoch Wirkungsvoll: Der BER wirft seine Lärmschatten voraus. Die Südbahn des neuen Flughafen BER wird seit dem 2. Mai 2015 beflogen. Und das am ersten Tag gleich mit 130 Flugbewegungen, knapp über die Köpfe der Einwohner von Gosen-Neu Zittau im Landkreis Oder Spree hinweg. 400 Meter Flughöhe bei Landungen werden der Durchschnitt sein.
Starts gehen zudem bei Ostwind in Richtung Gosen-Neu Zittau mit erheblichen Lärmbelästigungen einher. Bis Ende Oktober soll das so gehen, dann ist die nun in Sanierung befindliche Nordbahn des Schönefelder Flughafens fertig. 2017 wird das Finale erreicht: Sodann werden alle Flieger aus Tegel den heutigen ersten Maschinen über die Südbahn es gleich tun. Wer dann noch glaubt, dass man zwischen "Flugrouten" läge, zudem es sich in Wahrheit um Flugkorridore handelt, wird nun unsanft geweckt worden sein.

Anwohner und Betroffene des zukünftig durch den BER in Schönefeld verursachten Fluglärmteppich, nahmen daher am 2. Mai 2015 die Inbetriebnahme der "Südbahn" zum Anlass, ein "Protest-Picknick" durchzuführen. Die polizeilich angemeldete Veranstaltung begann um 11 Uhr und fand unmittelbar rechts neben dem Hauptgebäude des Flughafen Schönefeld (SXF) vor dem Terminal C statt. Rund 60 Teilnehmer verabschiedeten damit symbolisch ruhige und lärmfreie Picknicks, die zukünftig im dicht besiedelten Süden Berlins und Umland nicht mehr möglich sein werden. Begleitet von zwei freundlichen Polizeibeamten und einigen scheuen Mitarbeitern der "BER Airport Security" und deren imposanten Fahrzeugen, kam es zu interessanten Gesprächen zwischen Teilnehmern und Fluggästen. Viele zeigten eindeutiges Verständnis für das Handeln der Bürgerinitiativen, gerade im Hinblick auf Kosten und Standort. 


4 Kommentare:

  1. Liebe Mitbürger,
    warum unternehmt Ihr nichts?
    Der BER wird eröffnen und dann geht unser Dorf vor die Hunde.
    Jetzt sind es 130 Flieger, später werden es 400 sein mit steigender Tendenz.
    Es leben so viele Menschen in der Region, werdet endlich wach und bekommt endlich Euren "Arsch" von der Couch...
    D. Hortig

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  2. Für Gosen gibt es nur 2 reale Alternativen, wegziehen oder akzeptieren.
    Solange solche Wendehälsen wie Woidke an der Macht sind ändert sich da nix.
    Die Proteste hätten viel früher und mit mehr Druck erfolgen müssen, jetzt ist es zu spät.
    Wir wohnen zum Glück zur Miete, wer hier Eigentum besitzt kann einem nur Leid tun.
    Mit freundlichen Grüssen
    Margitta

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  3. Nabend,
    organisiert sich überhaupt noch jemand hier in Gosen?
    In Friedrichshagen ist immer jeden Montag Demo mit ca 20 Leuten.
    Wie könnte man mehr Leute erreichen um wenigstens etwas Stimmung zu machen?
    Wie viele werden hier wegziehen?
    Gruß an alle hier
    TK

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  4. Wozu die Aufregung?
    die Ergebnisse der Wahlen haben gezeigt, der größere Teil der Erkneraner und Gosener will den BBI, sonst hätte man anderst gewählt.
    Also heult nicht Rum, auch später nicht wenn Euch dann 400 Flieger um die Ohren fliegen.

    Detlef Platzdasch

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