Gosener Rettungsexperten geben Tipps

Seddinsee Gosen. Foto: ff-gosen.de
von André Organiska

Schlittschuh fahren und im Winter auf dem Eis spazieren gehen. Das möchten viele Menschen und dabei mögliche Sonnenstrahlen genießen. Das ist eine schöne Sache- aber auch nur, wenn man wieder gesund nach Hause gehen und sich am “Kachelofen” aufwärmen kann. Auf gefrorenen Eisflächen besteht die Gefahr einzubrechen und zu ertrinken.


Detlef Wiese, Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Gosen, gab zu Beginn der aktuellen Frostperiode Verhaltenstipps zum Thema Eisunfälle. Auf Grund der stetig zunehmenden Eisdecke fühlen sich vermehrt Personen dazu animiert, die Flächen zu betreten. Die Gemeinde Gosen-Neu Zittau ist mit mehreren Wasserfläche, wie der Spree sowie dem unmittelbar an der Gemeindegrenze liegenden Berliner Seddinsee, ein Ziel von Wanderern, Sportlern und Erholungssuchenden. "Damit steige die Gefahr von Eisunfällen und Eiseinbrüchen", so Detlef Wiese. Daher ist ein Beachten von Verbotsschildern und Warnungen in den Medien notwendig. Kinder sollten nicht unbeaufsichtigt die Flächen betreten, Personen niemals allein und erst bei mindestens einer Woche herrschenden Temperaturen von unter -7 Grad Celsius auf das Eis gehen. Auch fließende Gewässer und mittiger Aufenthalt auf Seen stellen eine Gefahr dar. "Die Eisdecke nimmt bei Seen vom Rand zur Mitte ab", sagte Wiese. Zu meiden sind zudem Flächen an Brücken und im Schilf sowie brüchige oder verfärbte Stellen. Für alle Fälle sollte ein Seil mitgeführt und am Rand abgelegt werden. Sodann der Ernstfall eingetreten ist, sofort den Notruf 112 oder 110 absetzen. Ein Nähern der Einbruchstelle ist unter Beachtung der Eigensicherung nur liegend und mit größtmöglicher Auflagefläche erfolgversprechend. Dazu eignet sich eine Leiter oder langes Brett. Eingebrochenen Personen ist nach der Rettung sofort Wärme zuzuführen. Eine ärztliche Untersuchung ist unumgänglich. Detlef Wiese appelliert, "eine Rettung so durchzuführen, dass der Retter nicht mit einbricht und somit die Lage verschlimmert". 

Weitere Informationen: www.ff-gosen.de

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